In vorbildlicher Weise wurden Siedlungsformen der umliegenden Kulturlandschaft studiert und das naheliegende Vorsäß Eggatsberg als Archetyp herangezogen. Die Baumassen mit ihrem umfangreichen Raumprogramm sind geschickt in die Landschaft gestreut. Ähnlich einer ortstypisch gewachsenen Siedlung stehen die Häuser in lockeren Abständen zueinander, die Berge bilden die erhabene Kulisse. Die in Nord- Süd-Richtung orientierten Baukörper ermöglichen überdies zahlreiche Durchblicke und Sichtachsen. Der Hang verläuft sanft zwischen den Häusern, auch das Sonnenlicht gelangt gut in die Zwischenräume, die Nordgiebel sind kurzgehalten, um nur wenige verschattete Räume zu verursachen. Die Holzfassaden sind schlicht und klar gegliedert und nähern sich dank der allmählichen Verwitterung mit der Zeit immer mehr ihren historischen Vorbildern an.
Unversiegelte Kieswege führen von den Unterkunftsgebäuden mit den Gästeappartements zum Gasthaus mit Küche, Bibliothek und Mehrzweckraum oder zum Saunagebäude im Herzen der Anlage. Dazwischen liegen die Almwiesen mit ihren ortstypischen Kräutern und Pflanzen, die dem Ensemble eine überzeugende Selbstverständlichkeit verleihen. Auf Zäune und überdachte Zugänge wurde verzichtet, was dem Charakter der Anlage besonders guttut. Das Naturerlebnis war ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts. Die Gäste sollen nicht in einer abgeschlossenen Hotelanlage verschwinden, sondern über die Freiflächen mit dem Ort und der Natur in Verbindung kommen. Wie im Vorsäß Eggatsberg gibt es auch hier ein Gasthaus, das nicht nur für Gäste des Hotels, sondern auch als Treffpunkt für Einheimische und Tagesgäste offen steht. Es liegt folgerichtig direkt an der Gemeindestraße.