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Volksschule Dornbirn Haselstauden

städtebauliches konzept

das grundstück für die neue volksschule haselstauden ist geprägt durch seine günstige lage im stadtteilzentrum haselstauden direkt neben der kirche. der abbruch des bauteils aus den sechziger jahren sowie die freistellung des altbaus aus dem 19. jahrhundert ermöglichen die schaffung von neuen, großzügigen schulfreiräumen mit unterschiedlichen platzsituationen und neuen durchlässigkeiten für fußgänger*innen und radfahrer*innen. der neue schulhof wird mit dem haselstauder dorfplatz verbunden, und dennoch differenziert ausgebildet.

um eine optimale verbindung zwischen neuer volksschule und turnsaal erreichen zu können, wird der neue baukörper an das bestehende turnsaalgebäude angedockt, die situierung des länglichen neubaus an der ostgrenze des grundstückes erinnert an die lage des 60iger-jahre bauwerkes und erhält die jetzige großzügige schulplatz- und eingangssituation. der verbindungsteil zwischen neu und alt lässt sich in der warmen jahreszeit über große schiebeelemente öffnen, und somit entsteht eine zusätzliche verbindung zum östlich der schule gelegenen spielplatz und den radwanderwegen.

die neue volksschule wird derart in das gelände eingebettet, dass im wesentlichen nur ein obergeschoß in erscheinung tritt. damit wird die östlich und südlich der schule vorhandene struktur von solitären, kleineren häusern nicht von einem hohen gebäude beeinträchtigt. ein großer, abgesenkter vorplatz – die neue schularena – ermöglicht die anordnung einer vollwertigen ebene -1. durch die geländeformung haben sowohl die ebene 0 als auch ebene - 1 einen direkten zugang zum schulhof.

der schulhof wird mit dem dorfplatz zu einer großen einheit verbunden. durch die topografische formung wird der schulhof als eigenständiger platz definiert. verschiedene handwerkliche und musische übungen können an diesem durch die absenkung vom straßenlärm geschützten platz stattfinden. die geneigte ebene wird zum radfahren und skaten animieren, während beobachter im schatten unter den bäumen sitzen können. für sommerfeste öffnet sich die zweigeschoßige aula zur geneigten schularena.

indoor-campus

eingangsbereich, aula, essbereich, verwaltung, nachmittagsbetreuung und die kreativ-räume bilden eine großzügige, zusammenhängende lernlandschaft über zwei ebenen. dieser indoorcampus bietet raum für veranstaltungen aller art und ist treffpunkt für alle schüler*innen. er lädt ein zum sitzen und beobachten, ist erholungs-, spiel- und lernraum und ermöglicht eine gute orientierung im inneren des gebäudes. eine große sitzarena verbindet die eingangsebene mit der ebene darunter und setzt sich fort in den aussenraum, wo eine outdoor-arena für öffentliche schulveranstaltungen entsteht.

die räumliche konzeption des in- und outdoor-campus soll den geist der schule unterstützen: offenheit, übersichtlichkeit, orientierbarkeit, vernetzung, großzügigkeit, lichtdurchflutete freundlichkeit, fließende übergänge zwischen innen und aussen. in der warmen jahreszeit können aula, speisebereich und die kreativ-räume zu den überdachten freibereichen geöffnet werden, dies ermöglicht essen oder entspannen im freien und arbeiten in outdoor-ateliers.

kernlernbereich

jeweils vier unterrichtsräume verbinden sich mit dem offenen marktplatz, dem lehrer*innenzimmer, der garderobe und den sanitärräumen zu einem lernrevier. große dachsheds im obergeschoß erweitern die lernlandschaften in ihrer höhe und sorgen zusätzlich für eine optimale, blendfreie belichtung von norden. begehbare glasböden bringen das tageslicht auch in die unteren geschoße. jedes lernrevier ist über einen eigenen zugang erschlossen und schafft somit identifikation und verantwortlichkeit.

durch schiebewände sind die unterrichtsräume eines lernreviers zu den marktplätzen fließend öffenbar, glaselemente ermöglichen den pädagog*innen die lernzonen von den angrenzenden räumen aus zu überblicken und fördert die jahrgangsübergreifende zusammenarbeit. die marktplätze haben einen unmittelbaren zugang zu einem direkt vorgelagerten, regengeschützten freibereich, durchlaufende balkone erweitern die unterrichtsräume. in jeder klasse bietet eine kleine nische eine rückzugsmöglichkeit für fasch&fuchs.architekten kleinstgruppen. der förder- und integrationsbereich liegt gelenksartig zentral zwischen den lernrevieren.

freiräume

es ist für die gesundheit der schüler*innen wichtig, möglichst oft zwischen innen- und außenraum zu wechseln. unterricht im freien, sogar regengeschützt, kann in unmittelbarer nähe der klassen und lernlandschaften stattfinden. teil des räumlichen konzepts ist die erweiterung der lernbereiche um direkt davor liegende außenbereiche wie outdoor-campus, freiklassen und balkone. die verschiedenen räumlichen situationen bieten für unterschiedliche gruppen und personen ein vielfältiges angebot an nutzungen. die bereiche sind übersichtlich und offen, für alle und vieles nutzbar.

verkehrskonzept

die geforderten 10 parkplätze werden unmittelbar an der haselstauderstrasse situiert, der gesamte schulplatz bleibt autofrei, lediglich anlieferungsfahrten sind über den schulhof möglich.

energetisches konzept

das energiekonzept beruht auf der passiven optimierung des gebäudes inkl. dem verzicht auf abgehängte decken zur nutzung der verfügbaren speichermassen (stahlbetondecken und wände). akustikelemente werden so ausgeführt, dass die speichermassen aktiviert werden können. während der nacht können bei entsprechender außentemperatur die oberlichten automatisch geöffnet und somit eine querlüftung ermöglicht werden. mit dieser maßnahme wird die warmluft aus dem gebäude abgeführt und kühlere außenluft eingebracht. mit der nachtluft werden die speichermassen wieder abgekühlt und die räume für den nächsten tag vorkonditioniert.

balkone, dachvorsprünge oder auskragende gebäudeteile sorgen für blendfreie belichtung der schuleinheiten, vermeiden eine sommerliche überwärmung und ermöglichen regengeschützte lüftungsmöglichkeiten. grünflächen auf den dächern mit einer starken humusschicht absorbieren und verzögern den energieeintrag und tragen somit zu einer zusätzlichen thermischen stabilisierung bei. während der verdunstung der erdfeuchte tritt ein kühleffekt durch die dabei frei werdende latente wärme ein.

statisches konzept

um eine große variabilität im inneren der gebäude zu ermöglichen, werden tragende wandscheiben nur in dem ausmaß eingesetzt, wie sie für die horizontalaussteifung des gebäudes erforderlich sind. die tragenden elemente sind stahlbetonstützen und stahlbetondecken. die obersten decken werden überwiegend mit fertigteilelementen aus brettstapelholzdecken mit akustikfräsungen an der untersicht hergestellt.

brandschutz und fluchtwege – konzept

die gesamte tragstruktur wird in stahlbeton ausgeführt. fluchtwege führen aus allen geschossen innerhalb von 40 metern direkt ins freie, so ist kein abgeschlossenes fluchtstiegenhaus notwendig.

materialkonzept

bei der wahl der baustoffe wird großes augenmerk auf die belange ökologischer rucksack, co2- emission durch herstellung, transport und rückbau der baustoffe gelegt. alle unterrichtsräume werden mit holzböden ausgestattet, um den boden als sitz- oder spielfläche aufzuwerten. alle übrigen räume erhalten je nach anforderung beschichtungen oder kunststoffbeläge. fassaden sind hinterlüftet mit holzschalung, fenster holzalukonstruktion. die transparenten flächen werden mit einem wirksamen, außenliegenden sonnenschutz versehen. auskragende dächer oder balkone dienen als sonnenschutz bei hoch stehender sonne. bäume vor der fassade tragen zusätzlich zur abschattung bei.


 

Bauherr/in: Stadt Dornbirn

Architektur: Fasch und Fuchs Architekten

Fotografie: Schreyer David

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